Wir wollen Frieden - Briefe der Kinder an Putin

Der Krieg in der Ukraine bedrückt nicht nur die Erwachsenen, sondern ängstigt auch die Kinder. Groß ist die Sorge um das Schicksal der Menschen in der Ukraine, aber auch darüber, ob der Krieg nach Deutschland kommt. Frieden, noch kurz zuvor eine Selbstverständlichkeit, wird zu einem Herzenswunsch, auch schon für die Schülerinnen und Schüler an der Grundschule.

So war es für Herrn Pfarrer Faller unserer benachbarten Stephanus Kirche selbstverständlich, den Wunsch nach Frieden in den Mittelpunkt der Schulgottesdienste zu stellen.

Sind diese Gottesdienste normalerweise den älteren Kindern der Klasse 3 und 4 vorbehalten, lud er nun alle Kinder der GGS Henri-Dunant herzlich dazu ein, und zwar, wie er ganz ausdrücklich betont, gleich welchen Glaubens. „Die Sehnsucht nach Frieden betrifft uns unterschiedslos alle“, hebt er hervor. In mehreren aufeinanderfolgenden Gottesdiensten wurde dann gemeinsam für den Frieden gebetet, gesungen, Kerzen angezündet und Geschichten aus der Bibel dazu gehört. Die Gottesdienste boten den Kindern Trost und seelische Stärkung.


Gleichzeitig waren sie aber auch Raum für eine ganz besondere Idee, die bei den Kindern entstand. Die Kinder wollten Präsident Putin persönlich davon überzeugen, dass er für Frieden eintreten sollte. Dazu malten und schrieben sie Briefe, die sie nicht bloß aufhängen, sondern auch nach Russland schicken wollten. Unterstützt wurden sie dabei von Pfarrer Faller, ihren LehrerInnen und natürlich auch der Schulleiterin, Frau Gregrowicz.
Heraus kam ein Spiegelbild der Gefühle und Gedanken der Kinder. Dabei reichte das Spektrum von inständigen Bitten bis hin zu sehr nachhaltigen Aufforderungen, den Krieg sofort zu beenden.
Klar und eindeutig war auch der Brief, den Pfarrer Faller dem Schreiben der Kinder beilegte: “Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“
Die Post wurde an die russische Botschaft geschickt, mit der Bitte um Weiterleitung nach Moskau.

Text AC

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